Kenjutsu

Japanischer Schwertkampf


Das Kenjutsu entwickelte sich parallel zum Aufstieg der Samurai-Kaste. 

Die Kenjutsu-Schulen unterschieden sich durch die verschiedenen Stellungen und Haltungen, die Meister der einzelnen ryô erfanden immer neue Techniken und Taktiken.

Erst später entwickelten sich die kultivierten Varianten dieser Kampfkünste, das Kendo bzw. Iaido. Hierbei traten mehr und mehr sportliche bzw. meditative Aspekte in den Vordergrund, der eigentliche Anwendungsaspekt hingegen zunehmend in den Hintergrund.

Unser Kenjutsu bleibt bei seiner ursprünglichen und damit realistischen Vielfalt an Bewegungen. Deswegen ist es dynamisch, sehr flexibel und spannend.

Im Kenjutsu sind die Übungs- und Wettkampfschwerter aus Holz (für das Sparring aus Latex). Die Holzschwerter (Bokken) stellen einen Kompromiss dar. Man kann damit gute Partnerarbeit leisten, das heißt soliden Kontakt und Kontaktdruck aufbauen aber die Verletzungsgefahr gering halten.

Als Lehrer kann man somit gefahrlos Schwachstellen und Fehlhaltungen der Schüler spürbar aufzeigen.

Ziel des Kenjutsu ist es, den Gegner durch geschickte Manipulation und überlegenes Gelenkepotential zu besiegen.

Zur Einordnung unserer Stilrichtung muss man wissen, dass sie eine der vielen Kashima-Schulen ist, genannt Jori no Kenkyu. Die Übersetzung von "Jori no Kenkyu" lautet: 

"(Schwertschule) der Vernunft und des Körpergefühls". Intelligente Strategien und Bewegungsabläufe werden darin von einem hohen Maß an Körpergefühl begleitet. Körperbeherrschung und Achsenkontrolle sind die Grundlagen jeder effektiven und hochwertigen Schwertkampfkunst.

Kenjutsu ist also ein Kampfkunst kein Wettkampfsport. Man übt dabei zu zweit, wobei Angreifer- und Verteidigerrolle ständig gewechselt werden. Im Sparring mit dem Latexschwert bestimmen Initiative und Persönlichkeit, wer welche Rolle einnimmt. 

 

Was bringt mir das Ken Jutsu Training? :

-Beweglichkeit und Agilität werden ausgebaut

-Steife Gelenke werden wieder flexibel

-Zurückhaltende Schüler bilden Kampfeswille, Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen aus, impulsive und temperamentvolle "Draufgänger" lernen ihr Feuer zu kontrollieren und gezielt zu nutzen.

-Man kann „mal abschalten“ und seine Konzentration ganz dem Moment widmen

 

Was muss ich mitbringen?:

 

Es reichen sportliche Kleidung, Interesse und ein wenig Mut. Übungsschwerter werden anfangs gestellt.